Azteken-Drogen erobern die Welt

In der Drogenszene von New York bis Amsterdam nimmt der Gebrauch eines exotischen Rauschmittels drastisch zu. Die Trips versetzten Konsumenten in andere Dimensionen – und sind alles andere als ungefährlich.

Düfte aus der Vergangenheit: Die Aztekendroge Salvia divinorum kann ähnlich wie Cannabis geraucht werden

Die purpur blühende „Salvia divinorum“, eine Salbei-Art mit viereckigem Stängel, wurde über Jahrhunderte von den Azteken genutzt. Dort hieß sie Pipiltzintzintl und diente den Schamanen bei ihren Wahrsage-Ritualen.

Ursprünglich wuchs die Pflanze nur in einem vier Quadratkilometer großen Gebiet im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca. Ihre halluzinatorische Wirkung gilt als fulminant.

Salvia divinorum: „Reisen durch Raum und Zeit“

Der US-amerikanische Ethnobotaniker Daniel Siebert etwa fühlte sich nach einem Selbstversuch als kleiner Junge ins Haus seiner Großeltern versetzt („Es war ungeheuerlich, die Details machten alles so real“); andere erlebten „Reisen durch Zeit und Raum“. Doch die Trips sind gefährlich. Noch Monate nach dem Rausch kann das Gehirn psychotische Schocks und Rückblenden durchlaufen.

In London erzielen die Blätter des Krauts (Szene-Name: „magic mint“) Gramm-Preise von 80 Pfund. Sie werden geraucht oder gekaut. Weil die Droge im Betäubungsmittelgesetz nicht erwähnt wird, ist der Handel mit ihr noch legal.

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