{"id":282,"date":"2020-10-25T00:35:22","date_gmt":"2020-10-24T22:35:22","guid":{"rendered":"http:\/\/hanfserver.info\/?p=282"},"modified":"2020-12-19T20:11:33","modified_gmt":"2020-12-19T19:11:33","slug":"legalize-it-statt-cannabis-regulierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hanfserver.info\/?p=282","title":{"rendered":"\u201eLegalize it\u201c statt Cannabis-Regulierung!"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine staatlich kontrollierte Cannabis-Abgabe wird den Konsumenten nicht gerecht<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/hanfserver.info\/webseitenbilder\/Legalize-Pflanze.jpg\" alt=\"[Bild: Legalize-Pflanze.jpg]\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Fragt man einen ganz normalen Cannabis-Konsumenten, wie er es denn gerne h\u00e4tte mit der Freigabe der Heiligen Pflanze, er w\u00fcrde antworten: Frei soll der Hanf sein, so wie alle anderen Genussmittel, die im Rahmen des Jugendschutzgesetzes frei erh\u00e4ltlich sind. Schlie\u00dflich kommt ja auch niemand auf die Idee, den Handel mit Wein, Bier und Tabak staatlich zu kontrollieren bzw. willk\u00fcrlich zu beschr\u00e4nken. Jeder B\u00fcrger kann so viel Bier-, Wein- und Cognacf\u00e4sser im Keller einlagern, wie er will, und keine Staatsanwaltschaft s\u00e4he sich veranlasst, deswegen Razzien anzuordnen und die Schluckspechte und Schnapsdrosseln wegen des Versto\u00dfes gegen das Bet\u00e4ubungsmittelgesetz einzukerkern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso wenig m\u00fcssen Grossisten und Importeure von Alkoholika und Tabak f\u00fcrchten, von einer Hundertschaft schwerbewaffneter Polizisten Besuch zu bekommen und wegen ihrer globalen Handelst\u00e4tigkeit im gro\u00dfen Stil zu lebenslanger Haft mit anschlie\u00dfender Sicherungsverwahrung verurteilt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Legalit\u00e4t der o.g. Genussmittel macht\u2019s m\u00f6glich, dass Vater Staat erst dann die Repressionskeule schwingt, wenn Produzenten und H\u00e4ndler Steuern hinterziehen oder die Zollbestimmungen ignorieren. Auch hat der Staat klar geregelt, ab welcher Menge die Herstellung von Alkohol und der Anbau von Tabak gewerbsm\u00e4\u00dfiger Natur ist und der Steuerpflicht unterliegt. Erst ab 100 Tabakpflanzen bzw. vier bis sechs Kilogramm Rauchtabak k\u00f6nnte es passieren, dass ein Finanzbeamter einen Steuerbescheid fertigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Privatleute, die f\u00fcr den Eigenbedarf aus ihren Gartenfr\u00fcchten eine Maische ansetzen und daraus Wein gewinnen, m\u00fcssen keine Angst vor Strafe haben. Nur wer pro Jahr mehr als 0,5 Liter Schnaps brennt, muss sich beim zust\u00e4ndigen Zollamt eine Brenngenehmigung ausstellen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Reglement, den Besitz der oben genannten Genussmittel ohne die Festsetzung von zul\u00e4ssigen H\u00f6chstmengen und die Herstellung f\u00fcr den Eigenbedarf &nbsp;zu gestatten, w\u00fcrde in dieser Form auch den Cannabis-Konsumenten im gesetzgeberischen Umgang mit dem guten alten Hanf gefallen. Konkret w\u00fcrde das dann so aussehen, dass es in jedem gr\u00f6\u00dferen Ort Deutschlands neben Weinhandlungen und Tabakwarengesch\u00e4ften auch Hanf-Reformh\u00e4user geben w\u00fcrde, die Marihuana und Haschisch zu Genusszwecken feilbieten. Handelsgesellschaften w\u00fcrden aus aller Herren L\u00e4nder edelste Rauchwaren importieren, und jeder k\u00f6nnte f\u00fcr den Eigenbedarf g\u00e4rtnern. Das Cannabis-Sortiment b\u00f6te eine grenzenlose Auswahl vom Himalaja-Haschisch bis hin zum Jamaika-Gras, und niemand w\u00fcrde mehr unter der Paranoia leiden, jeden Moment Opfer von Polizeigewalt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Freigabe des Hanfes r\u00fcckt angesichts der gescheiterten weltweiten &nbsp;Prohibition immer mehr in Fokus der \u00d6ffentlichkeit. Mit Dollarzeichen in den Argusaugen blickt die systemrelevante Elite Deutschlands nach Uruguay, Kanada und in jene Bundesstaaten der USA, wo Herstellung und Handel unter staatliche Kontrolle gestellt wurden. Auch auf anderen Kontinenten ist von Hanf die Rede und neue Wege werden gesucht, um das \u201eProblem Cannabis\u201c aus der Welt zu schaffen. Dabei zeichnet es sich immer deutlicher ab, dass nicht der kompletten Freigabe, sondern der staatlichen Regulierung der Vorzug gegeben wird. Freier Anbau und Handel nur unter zollamtlicher \u00dcberwachung wird nicht angestrebt. Stattdessen sollen Kapitalgesellschaften die Massenproduktion \u00fcbernehmen, w\u00e4hrend der Import von Haschisch und Marihuana weiterhin als schwere Straftat geahndet wird. Auch der Anbau f\u00fcr den Eigenbedarf &nbsp;bleibt ein Vabanquespiel, das Polizei und Staatsanwaltschaft bei der kleinsten Unachtsamkeit f\u00fcr sich entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Sicht der Cannabis-Bef\u00fcrworter im Deutschen Bundestag scheint eine staatliche Regulierung der richtige Weg. Doch f\u00fchrt dieser Weg wirklich ans Ziel? Kann der Schwarzmarkt ausgetrocknet werden, indem alle H\u00e4nflinge dazu gezwungen werden, \u00fcberteuertes Industriegras zu konsumieren?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, staatliche Regulierung legt den Hanffreunden nur neue verfassungswidrige Fesseln an, Der Staat darf nicht willk\u00fcrlich wesentlich Gleiches ungleich bzw. wesentlich Ungleiches gleich behandeln.<\/p>\n\n\n\n<p>So lange die gesundheitlich bedenklichen Genussmittel Tabak und Alkohol legal sind und au\u00dfer einer zollamtlichen \u00dcberwachung keiner staatlichen Regulierung und Kontrolle unterliegen, gibt es keinen Grund, den Hanf ungleich zu behandeln. Das hei\u00dft, dass diejenigen, die der Hanffreigabe das Wort reden, sich nicht vom Konglomerat aus Politik und Wirtschaft hinter die Fichte f\u00fchren zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p><a href=\"https:\/\/hanfjournal.de\/2020\/01\/19\/legalize-it-statt-cannabis-regulierung\/?fbclid=IwAR1-Qd5v2l7idj_XgNSJC2KFbOQPXYfKwhEntwilwrojDBmiTP46byPBvck\">Quelle<\/a><\/p><\/blockquote><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine staatlich kontrollierte Cannabis-Abgabe wird den Konsumenten nicht gerecht Fragt man einen ganz normalen Cannabis-Konsumenten, wie er es denn gerne h\u00e4tte mit der Freigabe der Heiligen Pflanze, er w\u00fcrde antworten: Frei soll der Hanf sein, so wie alle anderen Genussmittel, die im Rahmen des Jugendschutzgesetzes frei erh\u00e4ltlich sind. 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