{"id":1365,"date":"2021-06-20T19:04:00","date_gmt":"2021-06-20T17:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/hanfserver.info\/?p=1365"},"modified":"2021-06-20T19:04:05","modified_gmt":"2021-06-20T17:04:05","slug":"hanf-das-vergessene-grundnahrungsmittel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hanfserver.info\/?p=1365","title":{"rendered":"Hanf &#8211; Das vergessene Grundnahrungsmittel"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hanf als Nahrungsmittel gilt als sogenanntes &#8222;Superfood&#8220;, wird jedoch weit untersch\u00e4tzt..&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist recht deutlich auf die Prohibition zur\u00fcckzuf\u00fchren. Obgleich die Prohibition in erster Linie das Rauschmittel, also Hanfsorten mit einem berauschenden Anteil an THC zum Ziel machte, so hatte dieses auch einen starken R\u00fcckgang von Industriehanf, also Sorten mit einem verschwindend geringen THC-Anteil, zur Folge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei erfreut sich Hanf einer Jahrhunderte alten Tradition als kultivierte Nutz- und Nahrungspflanze. \u00c4lteste Aufzeichnungen hierzu stammen aus dem alten China. Die fr\u00fchesten neolithischen Bauerngemeinden entlang der Fl\u00fcsse Wei und Yellow bauten Hanf zusammen mit Hirse, Weizen, Bohnen und Reis an. Die \u00e4lteste chinesische landwirtschaftliche Abhandlung ist die Xia Xiao Zheng, die um das 16. Jahrhundert v. Chr. geschrieben wurde und Hanf als eine der Hauptkulturen des alten China bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/assets.isu.pub\/document-structure\/201210152339-d3edd78890146ad1411ba8d60c499ced\/v1\/7fd4e6042f7b6bdd4b988f7bf8bc3043.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Speise wurden Hanfsamen im alten chinesischen Werk \u201eBook of songs\u201c (Shijing) zum ersten Mal erw\u00e4hnt, einem poetischen Werk, welches im 10. &#8211; 7. Jahrhundert v. Chr. entstand. \u201cFarmer essen Hanfsamen im September\u201c, hei\u00dft es dort. Li Qi setzt Hanf unter die \u201ef\u00fcnf K\u00f6rner&#8220; des alten China, zu denen Gerste, Reis, Weizen und Sojabohnen geh\u00f6rten. Hanfsamen blieben bis zum 10. Jahrhundert ein Grundnahrungsmittel der chinesischen Ern\u00e4hrung, als sich andere Getreide weiter verbreiteten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt Hanfsamen und Inschriften, die unter den Reliquien gefunden wurden, die aus den Ruinen der Jin-Dynastie (265 bis 420 n. Chr.) in der Provinz Henan ausgegraben wurden. Unter den Opferobjekten, die aus dem Ma Wang Dui-Grab der Han-Dynastie in der N\u00e4he von Changsha in der Provinz Hunan ausgegraben wurden, hatte Hanfsamen zusammen mit denen von Reis, Hirse und Weizen gelagert. Hanfsamenreste wurden auch in Tongef\u00e4\u00dfen gefunden, die man aus einem Grab in Shao-kou nahe der Hauptstadt der Han-Dynastie in Lo-yang in der heutigen Provinz Hunan geborgen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In \u00e4hnlicher Weise war das Rauchen von Marihuana oder das Essen von Hanfnahrungsmitteln im alten Japan eng mit einem gesunden Wachstum verbunden. Und es war durchaus \u00fcblich, dass Hanf-Lieder vor allem im 18. Jahrhundert in Schulen eingef\u00fchrt wurden, weil diese Pflanze so wichtig war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob in China, Indien, bei den slawischen V\u00f6lkern oder auf dem afrikanischen oder amerikanischen Kontinent, die Geschichte von Hanf hat schon immer auch einen Nahrungsfaktor mit sich gebracht. Auch in Deutschland ist Hanf ein sehr altes Kulturgut, weit \u00e4lter als die Kartoffel. Die \u00e4ltesten Beweise f\u00fcr die Kultivierung der Cannabispflanze wurden in Form von getrockneten Bl\u00e4ttern und Samen bei Berlin gefunden und auf das Jahr 500 v. Chr. datiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die kleinen Hanfsamen wurden als St\u00e4rkung f\u00fcr zwischendurch pur gegessen oder zu einem eiwei\u00dfreichen Mehl verarbeitet, aus dem nahrhafte Breie, Brote und \u00d6le gefertigt wurden. Umso erstaunlicher ist es, dass eine Pflanze, welche das Potenzial besitzt, die Welt zu ern\u00e4hren, heute einen vergleichsweise kleinen Stellenwert in unseren Speisepl\u00e4nen einnimmt. Erst ein aktuelles gesellschaftliches Umdenken hat Hanf wieder erneut auf die hiesigen Teller gerufen. In einer Handvoll Hanfsamen stecken gen\u00fcgend essenzielle Fetts\u00e4uren und Proteine, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu decken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/assets.isu.pub\/document-structure\/201210152339-d3edd78890146ad1411ba8d60c499ced\/v1\/e9f8767227628d661668f98755db3434.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus liefern Hanfn\u00fcsse viele Antioxidantien sowie Vitamin E und die B-Vitamine. Sie bestehen zu 20 bis 24 Prozent aus Proteinen (Eiwei\u00df), die gr\u00f6\u00dftenteils in einfach verdaulicher Form vorliegen. Darunter befinden sich auch alle essenziellen Aminos\u00e4uren wie Methionin und Cystein, die der menschliche K\u00f6rper f\u00fcr eine Vielzahl von Aufgaben ben\u00f6tigt, aber nicht selbst produzieren kann. Hanf ist nicht nur g\u00fcnstig, er kann auch fast \u00fcberall angebaut werden. In der Tat gelten Hanfsamen als eine der nahrhaftesten Nahrungsquellen auf diesem Planeten. Aus Hanfsamen k\u00f6nnen zwei lebenswichtige Grundnahrungsmittel produziert werden &#8211; \u00d6l und Mehl. Hanf ist also nicht nur nahrhaft, sondern auch vielseitig. Der Anbau von Hanf als Grundnahrungsmittel k\u00f6nnte das Leben der Menschen weltweit zum Besseren ver\u00e4ndern, insbesondere wenn man die gro\u00dfe Anzahl von Menschen ber\u00fccksichtigt, die mit diesem Superfood nicht nur satt gemacht werden, sondern auch ern\u00e4hrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/assets.isu.pub\/document-structure\/201210152339-d3edd78890146ad1411ba8d60c499ced\/v1\/49e62e89b8fe76f839aa7cabfc5c6f3d.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abgesehen von dem gro\u00dfartigen Potenzial als Nahrungsquelle an sich verf\u00fcgt Cannabis \u00fcber gar wundervolle Aromen und dient aufgrund seiner Mineralien und Proteine als hervorragender Umami Tr\u00e4ger. Dem Rohverzehr von Hanfbl\u00e4ttern werden nicht nur positive und nahrhafte Eigenschaften auf das Vital System zugeschrieben, sie sind zudem auch schmackhaft.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/assets.isu.pub\/document-structure\/201210152339-d3edd78890146ad1411ba8d60c499ced\/v1\/bc984eb96ee4b3bb434016ba72ea955e.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgrund der soliden Struktur gr\u00f6\u00dferer Bl\u00e4tter werden hierf\u00fcr vornehmlich nur kleine Bl\u00e4tter oder feine Blattspitzen verwendet. Die frischen Bl\u00fcten oder Bl\u00e4tter k\u00f6nnen jedoch auch zum Beispiel \u00e4hnlich wie Spinat zubereitet oder als W\u00fcrzmittel mit in Kochspeisen eingebracht werden. Hanfbl\u00e4tter enthalten Vitalstoffe satt. Besonders ungew\u00f6hnlich ist der auff\u00e4llig hohe Calciumgehalt im Hanfblatt. In gerade einmal 10 g stecken mehr als 300 mg Calcium. Das ist bereits deutlich mehr als ein Viertel des t\u00e4glichen Calciumbedarfs. Der Eisengehalt liegt bei 2,4 mg pro 10 g Magnesium.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich ist das Hanfblatt vollgepackt mit antioxidativen Stoffen. Der ORAC-Wert (Oxygen Radical Absorbance Capacity) von Hanfbl\u00e4ttern liegt bei gro\u00dfartigen 44.000 \u2013 und ist damit weit h\u00f6her als der ORAC-Wert von Acai, Aronia, Mangostan und vielen anderen Superfoods. Zu den Antioxidantien im Hanfblattpulver geh\u00f6ren zum Beispiel die Carotine. Ganze 12 mg befinden sich davon in nur 10 g Hanfbl\u00e4ttern. Das ist mehr, als in 100 g Karotten zu finden ist. Wie wir sehen, steht auch das Hanfblatt als Gem\u00fcse in positiven Eigenschaften gegen\u00fcber anderem Gem\u00fcse in nichts zur\u00fcck, \u00fcbertrifft diese zum Teil sogar bei Weitem.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/assets.isu.pub\/document-structure\/201210152339-d3edd78890146ad1411ba8d60c499ced\/v1\/0aba068fb3e679cfcb4d92c318193204.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch bietet die Cannabispflanze als W\u00fcrzmittel eine nahezu grenzenlose Bandbreite eigener Aromen, welche auf den im Cannabis enthaltenen Terpenen Linalool, \u03b1-Pinen, \u03b2-Caryophyllen, Humulen (\u03b1Caryophyllen), D-Limonen, Myrcen und deren sorteneigenen \u201eMischungen\u201c basieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie wir sehen, war Hanf schon seit jeher ein Begleiter der Menschheit und hat sich die Bezeichnung Superfood redlich verdient.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p><a href=\"https:\/\/issuu.com\/hanfmagazin\/docs\/hanf_magazin_ausgabe_08\/s\/11493516\">Quelle<\/a><\/p><\/blockquote><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hanf als Nahrungsmittel gilt als sogenanntes &#8222;Superfood&#8220;, wird jedoch weit untersch\u00e4tzt..&nbsp; Das ist recht deutlich auf die Prohibition zur\u00fcckzuf\u00fchren. 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