{"id":1311,"date":"2021-06-11T22:40:10","date_gmt":"2021-06-11T20:40:10","guid":{"rendered":"https:\/\/hanfserver.info\/?p=1311"},"modified":"2021-06-13T14:58:56","modified_gmt":"2021-06-13T12:58:56","slug":"terpene-vernachlaessigte-wirkstoffe-mit-grossem-potenzial","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hanfserver.info\/?p=1311","title":{"rendered":"Terpene \u2013 Vernachl\u00e4ssigte Wirkstoffe mit gro\u00dfem Potenzial"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/hanfserver.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Terpene-Vernachla\u0308ssigte-Wirkstoffe-mit-grossem-Potential-.-1140x570-1-1024x512.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1312\" srcset=\"https:\/\/hanfserver.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Terpene-Vernachla\u0308ssigte-Wirkstoffe-mit-grossem-Potential-.-1140x570-1-1024x512.jpeg 1024w, https:\/\/hanfserver.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Terpene-Vernachla\u0308ssigte-Wirkstoffe-mit-grossem-Potential-.-1140x570-1-300x150.jpeg 300w, https:\/\/hanfserver.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Terpene-Vernachla\u0308ssigte-Wirkstoffe-mit-grossem-Potential-.-1140x570-1-768x384.jpeg 768w, https:\/\/hanfserver.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Terpene-Vernachla\u0308ssigte-Wirkstoffe-mit-grossem-Potential-.-1140x570-1.jpeg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer sich mit Cannabis besch\u00e4ftigt, der wei\u00df \u2013 Weed ist nicht gleich Weed. 113 Cannabinoide wurden inzwischen isoliert, und es ist kein Ende in Sicht. Auch dass nicht jedes Cannabinoid in jeder Pflanze vorkommt und die unterschiedliche Mischung von Cannabinoiden die Wirkung ver\u00e4ndert, ist allgemein bekannt. Aber ist das wirklich alles? Nat\u00fcrlich nicht, denn an diesem Punkt wird es erst spannend!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer die Worte Entourage-Effekt oder Vollspektrumextrakt schon einmal geh\u00f6rt hat, dem sind sicher auch die Terpene nicht unbekannt. 8000 dieser fl\u00fcchtigen Stoffe gibt es in der Natur und 30.000 der nahe verwandten Terpenoide. Dass es die Terpene sind, die uns diese wundervoll facettenreichen Duftnoten bescheren, ist ebenfalls nicht neu, aber dass diese D\u00fcfte ein cannabinoid\u00e4hnliches Wirkspektrum mit sich bringen, wird insbesondere f\u00fcr die Medizin immer interessanter. Um f\u00fcr das folgende Interview eine Grundlage zu schaffen, sollen initial einige Begriffe gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Entourage-Effekt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Entourage-Effekt beschreibt die Synergien \u2013 das Zusammenwirken von Substanzen, die sich f\u00f6rdern \u2013 zwischen den einzelnen Inhaltsstoffen der Cannabispflanze oder eben des Produktes, welches aus dieser Pflanze gewonnen wurde. Deshalb spricht man bei CBD \u00d6len oft von Vollspektrum-Extrakten. Es wird das Extrakt mit allen Inhaltsstoffen der Pflanze verkauft und nicht das CBD isoliert und dann mit Speise\u00f6l wieder verd\u00fcnnt. Zu diesen Produkten ist gegen\u00fcber Erzeugnissen, die isolierte Cannabinoide enthalten, absolut zu raten. Bisher wurden 113 Cannabinoide, 120 Terpene, Proteine, Alkohole, Aminos\u00e4uren, Fetts\u00e4uren und Flavonoide im Cannabis entdeckt. Bekannt sind inzwischen \u00fcber 600 Verbindungen, auf welche man verzichtet, wenn man es nur auf THC oder CBD abgesehen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Evidenz ist noch sehr d\u00fcnn, aber es wurden inzwischen nicht nur f\u00fcr THC schmerzlindernde und appetitanregende Wirkungen und f\u00fcr CBD krampfl\u00f6sende und antipsychotische Eigenschaften belegt, man konnte auch die Entz\u00fcndungshemmung f\u00fcr das CBC nachweisen, antitumorale Eigenschaften f\u00fcr CBG und appetitmindernde Eigenschaften f\u00fcr THCv nachweisen. Auch in Sachen Terpene schreitet man mit gro\u00dfen Schritten voran, zumindest, wenn man den Studien des&nbsp;Dr. Ethan Russo&nbsp;Glauben schenken m\u00f6chte. Aber dar\u00fcber kann sich im Anschluss jeder selbst eine Meinung bilden. Ethan Russo ist Neurologe und hat im Jahr 2011 die Studie Taming THC: \u201cPotential Cannabis Synergy and Phytocannabinoid \u2013 Terpenoid Entourage Effects\u201d publiziert. Fakt ist, dass beispielsweise Pinen, das h\u00e4ufigste nat\u00fcrliche Terpen, Bronchien erweiternd und entz\u00fcndungshemmend wirkt, das Zweith\u00e4ufigste \u2013 Limonen \u2013 wirkt angstl\u00f6send.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus gibt es Myrcen, welches man auch im Bier oder der Mango findet, das muskelentspannend und sedierend wirkt, und Beta-Caryophyllen, welches das h\u00e4ufigste Terpen in Cannabis ist und entz\u00fcndungshemmend wirkt. Dar\u00fcber hinaus besitzt es die sonderbare und spannende Eigenschaft, an den CB2-Rezeptor zu binden, was sonst nur Cannabinoiden vorbehalten ist. Der CB2-Rezeptor sitzt auf den Immunzellen und verhindert Entz\u00fcndungen und allergische Reaktionen. Schon spannender ist, dass Dr. Russo herausgefunden hat, welche Terpene miteinander oder mit Cannabinoiden interagieren, um neue Wirkungen zu erzielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So fand er heraus, dass eine Mischung aus Pinen, Myrcen und Caryophyllen gegen Angst wirkt. Eine Mischung aus Limonen und Caryophyllen mit CBG sind wirksam gegen MRSA, auch als antibiotikaresistenter Krankenhauskeim bekannt. THC f\u00fchrt gemischt mit CBN zu einer tieferen Entspannung, und Linalool, Limonen und CBD sollen gemeinsam Akne bek\u00e4mpfen. Aber ist das so einfach, und wenn es dieses Wissen schon seit 2011 gibt, warum wird es in der Pharmaindustrie nicht eingesetzt?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kritik an Ethan Russo (by Max Plenert)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kritik an Ethan Russo hat leider ebenso wenig Evidenz wie seine Studien. Dies ist allerdings dem Umstand geschuldet, dass es wenige Wissenschaftler gibt, die in diesem Bereich forschen. Im Gegensatz dazu basiert die fehlende Evidenz in Russos Studien einfach auf der Tatsache, dass er keine schuf. Zweifellos sind die Ergebnisse seiner Tests bahnbrechend und eine Basis f\u00fcr gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen in der Welt der Medizin, doch bed\u00fcrfen sie weiterer Studien. Die Ergebnisse Russos zeigen erstmals, wohin die Reise geht, und beweisen, wie unfassbar viel Potenzial im Entourage-Effekt steckt, doch ausgereift und anwendbar sind diese ersten Erkenntnisse f\u00fcr den Menschen noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die durchgef\u00fchrten Studien fanden an Zellkulturen und Tiermodellen statt, nie aber an Menschen. Die Kritik anderer Wissenschaftler bezieht sich also prim\u00e4r auf die Tatsache, dass Russo Ans\u00e4tze als Fakten verkauft und so offenbar gemeinsam mit der Firma Phylos Bioscience gutes Geld verdient. Auch finde sich Abschnitte in seinen Arbeiten, in denen er sich selbst als Quelle angibt, und generell scheint er ein H\u00e4ndchen daf\u00fcr zu haben, positive Effekte hervorzukehren oder den Effekt ausschlie\u00dflich positiv zu beleuchten. Warum sollte man auch eine Arbeit zum Wohle der Menschheit zu Ende bringen, wenn man mit vielversprechenden Halbwahrheiten jetzt schon reich werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da Russos Publikation eine der wenigen zu dem Thema ist, wird sie immer wieder zitiert, kopiert und glorifiziert, was man ohne dieses Hintergrundwissen wirklich niemandem \u00fcbel nehmen, aber dennoch f\u00fcr sehr kontraproduktiv halten kann. Dass sich alle auf jemanden st\u00fctzen, dessen Thesen ziemlich wackelig sind, ist einfach kein guter Zustand f\u00fcr die Wissenschaftlichkeit in diesem Bereich. Dieses Thema bedarf eigentlich einem eigenen Artikel, doch bevor ich mich diesem Thema \u00f6ffentlich stelle, werde ich meine eigenen Forschungen anstellen, damit Raum f\u00fcr Vergleiche entsteht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sativa &amp; Indica<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeffrey Raber, Betreiber eines Testlabors f\u00fcr medizinisches Cannabis in Kalifornien, hat 2013 im Auftrag kalifornischer Hanfapotheken 1000 Proben analysiert. Er testete sie auf Pestizidbelastung, THC, CBD, Terpene und Anteile anderer Cannabinoide. Insgesamt auf 42 verschiedene Substanzen wurde das Cannabis getestet, und die \u00dcberraschung war gro\u00df. Er fand heraus, dass sich die gleichen Strains von Apotheke zu Apotheke chemisch unterschieden. Er bediente sich absichtlich eines in Kalifornien weitverbreiteten Strains, und stellte fest, dass sich die Bl\u00fcten teils nicht einmal \u00e4hnlich sahen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenfalls fand er keine Beweise daf\u00fcr, dass eine Einteilung in Indica und Sativa sinnvoll ist. Er kam zu dem Schluss, dass Sortennamen und Marketing eben keinen medizinischen Anspruch hegen. Doch waren wir Jahrzehnte lang schief gewickelt? Haben wir uns den Unterschied zwischen dem Haze zum Quatschen und dem Kush zum Schlafen die ganze Zeit nur eingebildet? Im Jahr 2015 publizierte Jonathan Page die gemeinsame Studie der Dalhouse University und der University of Britisch Columbia.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr diese Studie wurden 83 hochpotente Cannabissorten von lizenzierten kanadischen Z\u00fcchtern analysiert, und man fand kein einheitliches Muster. Es begab sich sogar, dass die Sorte Jamaican Lambs Breed, welche als eine reine Sativasorte eingestuft ist, chemisch beinahe identisch mit Afghani, einem angeblich reinen Indica war. Sie kamen ebenfalls zu dem Schluss, man k\u00f6nne Cannabis nicht anhand des Stammbaums oder des Namens bestimmen. Man brauche ein konsistentes Klassifizierungssystem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesem Problem hat sich in Kanada inzwischen die Firma Strainprint angenommen. Wie in der letzten Ausgabe zu lesen war, hat diese eine App f\u00fcr Patienten entwickelt, die nicht mehr mit Sortennamen arbeitet, sondern ausschlie\u00dflich mit chemischen Profilen. Dieses Modell ist sehr erfolgreich und sollte urspr\u00fcnglich im n\u00e4chsten Jahr an den deutschen Markt expandieren. Leider ist unsere Cannabispolitik nicht so fortschrittlich wie die im Rest Europas, und so werden sich sicher auch Strainprint, so wie vor ihnen schon Weedmaps und Leafly, vorerst vom deutschen Markt zur\u00fcckziehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sp\u00e4ter analysierte die Dalhouse University abermals Bl\u00fcten auf ihre chemischen Profile, diesmal mit dem Erzeuger Bedrocan. 149 niederl\u00e4ndische Proben wurden analysiert und keine nennenswerten Unterschiede gefunden. Doch nat\u00fcrlich haben sich nicht Millionen Kiffer Jahrzehnte lang geirrt \u2013 sie hatten einfach ein feines N\u00e4schen. Denn das Wissen darum, dass h\u00f6chstwahrscheinlich das \u201cGeruchsprofil\u201d die Wirkung bestimmt, haben die meisten von uns schon lange. Wir sagen zwar \u201cDas riecht nach Sativa oder Indica\u201d, meinen aber \u201cDas rauche ich gerne tags\u00fcber, und durch das andere komm ich im Liegen kaum noch an die Chips.\u201d Jeder von uns wei\u00df, dass der schwere, waldige Geruch uns schlafen l\u00e4sst und der fruchtige, stechende und wahrscheinlich ziemlich albern macht. Nichts anderes muss nun wissenschaftlich geschehen, aber geschieht denn etwas?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fermentation<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fermentation ist jedem, der gerne gutes Weed raucht, ein Begriff. Allerdings ist der Begriff irref\u00fchrend, denn bei Fermentation handelt es sich urspr\u00fcnglich um die Haltbarmachung (chemische Umwandlung) durch Mikroorganismen oder Enzyme, wie zum Beispiel beim Sauerkraut, Kefir oder sogar der Schokolade (hier werden die Bohnen veredelt). Die Fermentation von Cannabis ist nat\u00fcrlich etwas vollkommen anderes und hat im besten Fall nichts mit Mikroorganismen, daf\u00fcr aber mit Terpenen zu tun. Nach der Ernte sollte man die Bl\u00fcten 3 bis 6 Tage unter bestimmten Bedingungen trocknen, um den Feuchtigkeitsgehalt schonend zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danach geht es an die Veredelung, w\u00e4hrend dieser sich die Terpene heraussch\u00e4len. Bei der Fermentation geht es darum, eine konstante Feuchtigkeit aufrecht zu erhalten, das Weed t\u00e4glich zu l\u00fcften und dunkel zu halten. So hat es Zeit, sehr schonend zu trocknen, und es beginnen Ab- und Umbauprozesse in den Bl\u00fcten. Wer es schon mal gemacht hat, der wei\u00df, dass das Weed t\u00e4glich anders riecht und der Geruch nach Heu langsam verfliegt. Manchmal ist zu beobachten, dass das Material nach ein oder zwei Wochen schonender Alterung einen vollkommen anderen Geruch aufweist als davor oder zwischendurch.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/hanfserver.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Terpene.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1313\" srcset=\"https:\/\/hanfserver.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Terpene.jpg 1000w, https:\/\/hanfserver.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Terpene-300x200.jpg 300w, https:\/\/hanfserver.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Terpene-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie nun inzwischen klar ist, ver\u00e4ndert sich bei diesem Vorgang auch das Wirkprofil, denn Terpene haben spezifische Wirkungen. Wer eine Fermentation schon einmal verhauen hat und wirklich gutes Weed rauchen musste, das einfach keinen Geruch mehr hatte, wird best\u00e4tigen k\u00f6nnen, dass der Rausch d\u00fcrftig ist. Einen medizinischen Effekt erzielt man mit Sicherheit, ob dieser allerdings die vollen Vorteile eines Cannabiskonsums bietet, ist zu bezweifeln. Lagert man Cannabis zu lange oder falsch, geschehen noch ganz andere Dinge \u2013 die Degradation (Abbau) der Cannabinoide setzt ein, und die Terpene verfl\u00fcchtigen sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber Cannabinoide werden nicht einfach abgebaut, sie werden umgewandelt. THC wird innerhalb von Monaten oder Jahren zu CBN degradiert, welches nat\u00fcrlich v\u00f6llig andere Wirkeigenschaften hat. Cannabinoide liegen in ihrem nat\u00fcrlichen Zustand immer als S\u00e4ure vor und werden erst durch Hitze (Decarboxylierung) zu Cannabinoiden umgebaut. Das THC w\u00fcrde nicht berauschen, w\u00fcrde man nicht vorher ein Feuerzeug hinhalten. Auch&nbsp;Edibles&nbsp;h\u00e4tten ohne den Ofen keine berauschende Wirkung. Im K\u00f6rper werden Cannabinoide durch Hitze, S\u00e4ure, Enzyme oder unter dem Einfluss der Sonne durch Strahlung abgebaut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun aber zur\u00fcck zu den Terpenen: Wie das mit der Entstehung, dem Umbau und den Synergien genau funktioniert, das haben wir jemanden gefragt, der sich bestens damit auskennt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maximilian Plenert ist schon lange kein Unbekannter mehr. Er ist Diplomphysiker, Wissenschaftler, Politiker, Autor, betreut die Patientenhilfe, ber\u00e4t Firmen in Sachen Cannabis und so fort. Er ist ein Philanthrop, was Cannabis betrifft, doch ein Thema hat es ihm besonders angetan \u2013 die Terpene. Er befasst sich nicht nur beruflich, sondern vor allem auch aus pers\u00f6nlichem Interesse mit dem Thema, wodurch er einen umfangreich und vor allem breit gef\u00e4cherten Wissensschatz besitzt. Ich habe ihm die unterschiedlichsten Fragen zum aktuellen Stand der Wissenschaft und zu eher \u201callt\u00e4glichen\u201d Unklarheiten rund um die duftende Medizin gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interview mit Maximilian Plenert<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;<strong>Warum sind Sie derjenige, der heute mit mir \u00fcber Terpene spricht? Wissen Sie mehr dar\u00fcber als der Rest der Welt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;Ich hatte in den letzten 3 bis 4 Jahren einfach das Gl\u00fcck, den Luxus genie\u00dfen zu d\u00fcrfen, dass mir durch meine Arbeit bei Sens Media genug Zeit daf\u00fcr blieb. Eigentlich war genau das mein Job bei Sens Media, ich war daf\u00fcr zust\u00e4ndig, bei Anfragen beispielsweise die 10 wichtigsten medizinischen Sorten und ihre Indikation nennen zu k\u00f6nnen. Dadurch hatte ich den ganzen Tag Zeit, mich Inhaltsstoffen, zu denen eben auch die Terpene geh\u00f6ren, Sorten und ihrem medizinischen Einsatz auseinanderzusetzen. Wahrscheinlich sogar mehr Zeit als ein Wissenschaftler, denn die sind ja meist noch mit tausend anderen Kleinigkeiten besch\u00e4ftigt. Au\u00dferdem war es die richtige Zeit daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erstens gibt es das Internet, sodass ich den kompletten aktuellen Forschungsstand von meinem Schreibtisch aus erreichen kann, und zweitens ist der Gro\u00dfteil unseres heutigen Wissens zu Cannabis \u00fcberhaupt erst in den letzten 10 Jahren entstanden. Gerade die letzten 5 Jahre waren eine unglaublich kreative Phase, in der man neue Erkenntnisse druckfrisch nach Hause bekam. Und da es erst in den letzten Jahren zu diesem Aufschwung kam, kann niemand einen Vorsprung an Wissen haben. Es gab dieses Wissen vorher noch gar nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;<strong>Warum schafft in diesem Bereich niemand Evidenz, oder gibt es aktuelle Arbeiten zu dem Thema?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;Es gibt sehr wenige Wissenschaftler, die in diesem Bereich forschen. Russo ist beinahe der Einzige. Bisher wurde Cannabis haupts\u00e4chlich forensisch untersucht. Man interessierte sich f\u00fcr THC- oder CBD \u2013 reiche Sorten und versuchte haupts\u00e4chlich, einen \u00dcberblick zu erhalten. Die Idee, einen illegalen Sortennamen mit einem pharmakologischen Profil und einer Wirkung f\u00fcr den Patienten zusammenzubringen, ist relativ jung. Und so geht es auch der medizinischen Forschung. Viele Forscher halten sich immer noch an den Cannabinoiden fest, da besteht Handlungsbedarf. Andererseits sind die Analysen in den letzten Jahren viel genauer geworden, die Messbereiche verkleinern sich stetig. Man kann inzwischen Spuren von Substanzen nachweisen oder Sorten \u00fcber Genmarker bestimmen. F\u00fcr diese Technologie gab es sogar gerade erst den Nobelpreis. Es ist vollkommen neu, Pflanzen so genau untersuchen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;Wie stehen sie zu dem Ansatz, den die Firma Strainprint in Kanada mit ihrer App verfolgt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;Ja, das ist absolut der Weg der Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;<strong>Glauben sie die App w\u00e4re angesichts der momentanen politischen Lage bez\u00fcglich Cannabis in Deutschland sinnvoll?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;Ja, das glaube ich. Ich habe vor geraumer Zeit schon gemeinsam mit Dr. Franjo Grotenhermen gefordert, dass es 1 bis 2 % der Bev\u00f6lkerung erm\u00f6glicht werden muss, mit medizinischem Cannabis versorgt zu werden. Damals war das noch ziemlich utopisch, doch vor Kurzem las ich eine Pressemitteilung der Firma Neurax Pharma. In dieser stand dasselbe mit einem zeitlichen Ziel von 4 Jahren. Ich finde es generell interessant, dass nun gro\u00dfe Player anfangen, ins Cannabusiness einzusteigen. Es geht voran, auch wenn eine exponentielle Entwicklung anfangs erst mal langsam und gradlinig aussieht, so ist es doch mit den Cannabispatienten wie mit Corona \u2013 sie werden sich ganz massiv ausbreiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;<strong>Wie viel wei\u00df die Medizin aktuell \u00fcberhaupt \u00fcber Terpene? Gibt es schon medizinische Einsatzgebiete?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;Es gibt zu diesem Thema tats\u00e4chlich relativ viele Erkenntnisse, nur stammen sie meist aus der traditionellen Medizin. Tees sind da ein gutes Beispiel, nur leider ist man irgendwann stecken geblieben und hat die Pflanzen und ihre Inhaltsstoffe nicht detailliert betrachtet. Deshalb gibt es dort auch keine Evidenz zu Terpenen, an der man sich bedienen k\u00f6nnte. In der Apotheke sind auf jeden Fall diverse pflanzliche Arzneien mit einer wohldefinierten Auswahl diverser \u00e4therischer \u00d6le. Diese sind sogar \u00fcber ihren Terpengehalt definiert, hei\u00dft, dass auf der R\u00fcckseite Angaben \u00fcber die Menge der Terpene in Milligramm angegeben ist. Terpenmedizin findet also statt und besitzt sogar eine gewisse Evidenz. Gef\u00fchlt sind es allerdings eher die kleinen Unternehmen, die sich diesem Thema annehmen. Bionorica und auch Bedrocan kommen zum Beispiel aus der Schiene, aber der gr\u00f6\u00dfte Player sind eigentlich die vielen Duftprodukte im Lifestylebereich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umweltwissenschaftler erforschen Terpene, die L\u00f6sungsmittel sind auch als Schad- und Reizstoffe, wieder andere verschreiben Waldbaden als Therapie und verschreiben damit nichts anderes als eine Terpentherapie. Die Nadelb\u00e4ume und unz\u00e4hlige andere Pflanzen setzen im Sommer so viele Terpene frei, dass ich mir vorstellen k\u00f6nnte, dass Winterdepressionen teils auf einem Terpenmangel basieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;<strong>Wie entwickeln sich Terpene bei der Fermentation von Cannabis?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;In meinen Augen ist Fermentation das falsche Wort f\u00fcr diesen Prozess, es hat ja nichts mit Mikroorganismen zu tun. Die Terpene im Cannabis sind nat\u00fcrlich schon im Laufe der Wachstumsphase hoch dynamisch. Auch sind sie tageszeitabh\u00e4ngig. Dann nehmen noch andere Stoffe Einfluss, wie zum Beispiel das Chlorophyll. Es steigt jeden Morgen wieder an und baut sich zum Abend wieder ab. Da Chlorophyll st\u00f6rend auf die Terpene wirkt, sollte man Cannabis immer vor dem allerersten Sonnenstrahl ernten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pflanze durchl\u00e4uft vor und ab der Ernte verschiedene Terpenprofile, es gibt also eine Verschiebung im Terpenprofil, da Terpene unterschiedlich Verdampfungstemperaturen haben und somit unterschiedlich fl\u00fcchtig sind. Leichte Monoterpene verfl\u00fcchtigen sich dabei selbstredend schneller als die schwereren Sesquiterpene. Da es wenige Daten gibt und das Gesamtsystem nicht verstanden ist, kann auch ich nicht erkl\u00e4ren, was mit den Terpenen genau bei der Reifung passiert. Eine Sache ist allerdings noch interessant und bringt vielleicht Licht in ein kleines Mysterium \u2013 die unterschiedlichen Ger\u00fcche, die eine Bl\u00fcte oft hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manchmal riecht eine Bl\u00fcte vollkommen anders, wenn wir die Nase in eine T\u00fcte oder ein Glas stecken, als wenn wir sie sp\u00e4ter aufbrechen. Dies liegt h\u00f6chstwahrscheinlich an den noch fl\u00fcchtigeren und geruchsintensiveren Estern der Terpene, welche in das Glas str\u00f6men und dann beim \u00d6ffnen verfliegen. \u00dcbrig bleibt das stabilere Terpenprofil, welches wir beim Brechen der Bl\u00fcte wahrnehmen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/hanfserver.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Terpene-Cannabispflanze.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1314\" srcset=\"https:\/\/hanfserver.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Terpene-Cannabispflanze.jpg 1000w, https:\/\/hanfserver.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Terpene-Cannabispflanze-300x200.jpg 300w, https:\/\/hanfserver.info\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Terpene-Cannabispflanze-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;<strong>Wie viel Prozent der Wirkung machen die Terpene gegen\u00fcber den Cannabinoiden aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;Fakt ist, dass die Cannabinoide die wirkungsbestimmenden Substanzen sind, w\u00e4hrend die Terpene eher wirkungsmodifizierende Eigenschaften besitzen. Die Cannabinoide sind auch in deutlich gr\u00f6\u00dferen Mengen vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;<strong>Kann man schon differenzieren, welche Terpene eher zu einer \u201cSativa \u2013 Wirkung\u201d f\u00fchren und welche in Richtung \u201cIndica\u201d gehen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;Da gibt es durchaus gute Systeme. Es macht zum Beispiel Sinn, Stoffgruppen zu bilden, da eine einfache Achse zwischen Sativa und Indica bei Weitem nicht ausreicht, um das breite Wirkspektrum zu beschreiben. Die \u00dcberg\u00e4nge sind fast alle flie\u00dfend, und es gibt beinahe unendlich viele Kombinationen. Und von jedem einzelnen Terpen in einer Mischung kann man auch noch stufenlos die Menge variieren. Bis auf eine Gruppe, die vom Wirkprofil eindeutig dem Sativa zuzuordnen sind. Diese Gruppe enth\u00e4lt Terpenolen, welches so interessant ist, weil es als einziges Terpen nicht in jeder beliebigen Dosierung vorkommen kann. Es ist entweder in sehr hohen oder sehr niedrigen Mengen vorhanden und ist ein eindeutiger Indikator f\u00fcr ein High statt eines Couchlocks.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;<strong>Wie isoliert man Terpene und ist das auch mit kompletten Terpenprofilen m\u00f6glich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;Mit dem&nbsp;Gaschromatographen&nbsp;und dem Massenspektrometer, und meist sind es ganze Profile, weil eben ganze Profile vorhanden sind. Die Messungen werden auch immer genauer, allerdings sind die meisten Studien immer noch zu ungenau. Das ist momentan eine sehr spannende technische Fragestellung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;<strong>Warum gehen Terpene bei der CO2-Extraktion verloren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;Terpene gehen grunds\u00e4tzlich verloren, sobald die Dose offen ist. Und selbst wenn sie zu ist, kriechen sie mitunter raus. Bei allen Extraktionsmethoden gehen sie zum Gro\u00dfteil verloren, weil sie einfach unheimlich fl\u00fcchtig sind. Je mehr W\u00e4rme, bei welchem Prozess auch immer n\u00f6tig ist, desto mehr Terpene gehen verloren. (Edit: Eine CO2-Extraktion findet bei etwa 32 Grad statt)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;<strong>Was passiert mit den Terpenen bei einer Decarboxylierung unter 120 Grad?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;Die ersten Terpene verdampfen, wie gesagt, bereits bei Zimmertemperatur. Bei 120 Grad separiert es sich ein bisschen, denn es gibt getrost Terpene, die 120 Grad \u00fcberleben, andere verdampfen eben fr\u00fcher. W\u00fcrde man beim Vaporizer zum Beispiel alle Temperaturstufen durchgehen, k\u00f6nnte man theoretisch auch verschiedene Geruchsprofile erleben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;<strong>Sind Terpene die Zukunft?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;Eine Einschr\u00e4nkung auf nur eine Stoffgruppe halte ich wie bei den Cannabinoiden f\u00fcr Unsinn. Ich sehe eher ein gigantisches Potenzial darin, das bew\u00e4hrte Wissen aus der Phytotherapie in die Moderne zu holen. Da werden wir noch viele spannende Pflanzen finden, von denen Cannabis auch nur eine ist. Wir haben da bei unglaublich vielen Stoffen noch komplette Wunderwelten vor uns, vor allem wenn es um den Entourage-Effekt geht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;<strong>Warum gehen Terpene bei der CO2-Extraktion verloren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;Terpene gehen grunds\u00e4tzlich verloren, sobald die Dose offen ist. Und selbst wenn sie zu ist, kriechen sie mitunter raus. Bei allen Extraktionsmethoden gehen sie zum Gro\u00dfteil verloren, weil sie einfach unheimlich fl\u00fcchtig sind. Je mehr W\u00e4rme, bei welchem Prozess auch immer n\u00f6tig ist, desto mehr Terpene gehen verloren. (Edit: Eine CO2-Extraktion findet bei etwa 32 Grad statt)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;<strong>Was passiert mit den Terpenen bei einer Decarboxylierung unter 120 Grad?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;Die ersten Terpene verdampfen, wie gesagt, bereits bei Zimmertemperatur. Bei 120 Grad separiert es sich ein bisschen, denn es gibt getrost Terpene, die 120 Grad \u00fcberleben, andere verdampfen eben fr\u00fcher. W\u00fcrde man beim Vaporizer zum Beispiel alle Temperaturstufen durchgehen, k\u00f6nnte man theoretisch auch verschiedene Geruchsprofile erleben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sarah Ann Rosa:<\/strong>&nbsp;<strong>Sind Terpene die Zukunft?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maximilian Plenert:<\/strong>&nbsp;Eine Einschr\u00e4nkung auf nur eine Stoffgruppe halte ich wie bei den Cannabinoiden f\u00fcr Unsinn. Ich sehe eher ein gigantisches Potenzial darin, das bew\u00e4hrte Wissen aus der Phytotherapie in die Moderne zu holen. Da werden wir noch viele spannende Pflanzen finden, von denen Cannabis auch nur eine ist. Wir haben da bei unglaublich vielen Stoffen noch komplette Wunderwelten vor uns, vor allem wenn es um den&nbsp;Entourage-Effekt&nbsp;geht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p><a href=\"https:\/\/www.hanf-magazin.com\/kolumnen\/interviews\/terpene-vernachlaessigte-wirkstoffe-mit-grossem-potenzial\/\">Quelle<\/a><\/p><\/blockquote><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich mit Cannabis besch\u00e4ftigt, der wei\u00df \u2013 Weed ist nicht gleich Weed. 113 Cannabinoide wurden inzwischen isoliert, und es ist kein Ende in Sicht. Auch dass nicht jedes Cannabinoid in jeder Pflanze vorkommt und die unterschiedliche Mischung von Cannabinoiden die Wirkung ver\u00e4ndert, ist allgemein bekannt. Aber ist das wirklich<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/hanfserver.info\/?p=1311\" class=\"more-link\">Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\">Terpene \u2013 Vernachl\u00e4ssigte Wirkstoffe mit gro\u00dfem Potenzial<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[31,32,13,9,10,11,12],"class_list":["post-1311","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-medizinisches","tag-cannabinoid","tag-cannabinoide","tag-cannabis","tag-terpen","tag-terpene","tag-wirkstoff","tag-wirkstoffe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hanfserver.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1311","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hanfserver.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hanfserver.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hanfserver.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hanfserver.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1311"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/hanfserver.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1311\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1318,"href":"https:\/\/hanfserver.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1311\/revisions\/1318"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hanfserver.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1311"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hanfserver.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1311"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hanfserver.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1311"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}