CBD-Öl reduziert Transportstress bei Pferden

In der Studie bestätigte sich der beruhigende, entspannende Effekt von CBD-Ölen bei Pferden, die besonderen Stressfaktoren ausgesetzt waren.

Ein kommerzielles CBD-Öl konnte das Stresshormon Cortisol bei Pferden während eines Transports signifikant senken – und das ohne negative Langzeitfolgen für die Pferde, wie eine Studie der Tarleton Universität in Texas (USA) ergab.

Die Studie wurde an der Tarleton State University in Stephenville, einem Mitglied des Texas A&M-Universitätsverbunds, durchgeführt, wobei für die Tests ein  kommerzielles CBD-Öl der Fa. HempMy Pet, die sich auf CBD-Produkte für Hunde, Katzen und Pferde spezialisiert hat, verwendet wurde. CBD oder Cannabidiol ist nicht berauschend und einer von mehreren sekundären Pflanzenstoffen, die in der Pflanze Cannabis sativa vorkommen.

Die Tarleton Universität verwendete das Full Spectrum Abacus CBD-Öl des Unternehmens, um festzustellen, ob es Pferden einen besseren Umgang mit Stressfaktoren ermöglichen, das Verletzungsrisiko während des Transports und beim Handling minimieren und die Überstimulation des Hypothalamus (die zentrale Schaltstelle im Gehirn für die Ausschüttung von Hormonen) begrenzen kann.

Die Ergebnisse waren , wie die Firma in einer Presseinformation mitteilte, eindeutig: Die Auswertung der erhobenen Daten ergab, dass der Spiegel des Stresshormons Cortisol während des Transports abnahm – und dass es bei beiden Dosierungen keine lang anhaltenden Wirkungen bzw. Spätfolgen des CBD gab, die Verabreichung also in dieser Hinsicht absolut unbedenklich war.

Die Forschung zeigte weiters, dass höhere CBD-Dosen (0,6 mg pro Kilogramm Körpergewicht) im Vergleich zu niedrigeren CBD-Dosen (0,3 mg pro Kilogramm Körpergewicht) insgesamt wirksamer waren. In beiden Dosierungen war CBD nach 24 Stunden nicht nachweisbar, wobei die höchsten Konzentationen im Blut vier Stunden nach Verabreichung der Dosis gemessen wurden.

Ein weiteres spannendes Ergebnis: Es wurde kein Unterschied in der Wirkung von CBD bei männlichen und weiblichen Pferden beobachtet, aber es gab eine Verlängerung der Fresszeiten sowohl bei den niedrigen als auch bei den höheren CBD-Dosierungen – wobei die höhere Dosierung im Vergleich zur niedrigeren Dosierung eine nochmals deutlich längere Fütterungszeit zur Folge hatte.

Pferde können durch verschiedene Umweltreize, aber auch durch Haltung, Transport oder Training einer erhöhten Stressbelastung ausgesetzt sein, was zu gesundheitlichen Problemen und unerwünschten Verhaltensänderungen führen kann, etwa zu stereotypen Verhaltensweisen wie Koppen etc., im Extremfall auch zu Selbstverletzungen und erhöhter Aggression. CBD hat in früheren Studien an Hunden und Mäusen gezeigt, dass es die Angst und die damit verbundene Stressbelastung bei einer Vielzahl von Reizen verringert, und die Forscher hofften deshalb darauf, ähnliche Ergebnisse bei Pferden beobachten zu können – was sich auch bewahrheitete.

Dr. Kimberly Guay, außerordentliche Professorin in der Abteilung für Pferdewissenschaften in Tarleton, hat die Verwendung von CBD bei Tieren, einschließlich Pferden, untersucht und auch die aktuelle Studie geleitet: „Mein Forschungsziel ist es, so viele Projekte wie nötig durchzuführen, um die physiologischen und Verhaltensreaktionen von Tieren besser zu verstehen, wenn sie CBD und Nebenprodukte der Hanfverarbeitung wie Hanfsamenmehl konsumieren. Es ist wichtig, die Unterschiede zwischen diesen Produkten zu erkennen, damit wir sie kategorisieren und auf sichere und nützliche Weise verwenden können. Es gibt noch viel zu tun, und wir werden daher weiterforschen und die Wissenslücken, die es bezüglich dieser Produkte bei unseren Tieren noch gibt, zu schließen.“ Dr. Guay lobte ausdrücklich auch die Fa. HempMy Pet dafür, dass es eine verantwortungsbewusste und gewissenhafte Entscheidung getroffen hat, seine Produkte einer unvoreingenommenen Analyse zu unterziehen.

Natalie Mondine, Mitbegründerin und Chief Operating Officer von HempMy Pet, sagte, die Arbeit in Tarleton sei die zweite klinische Studie, an der das Unternehmen beteiligt sei, aber die erste, die es mit Pferden durchgeführt habe. Sie zeigte sich mit den Ergebnissen überaus zufrieden:„Von der Tarleton University angesprochen zu werden, um an einer Studie mitzuarbeiten, war für uns sehr aufregend, da es zeigt, dass das Interesse an den therapeutischen Vorteilen von Hanfprodukten berechtigt ist und eine Zukunft in der Medizin hat. Wenn wir uns die Wissenschaft und Daten hinter all der bisherigen Forschung ansehen, ist es unmöglich zu ignorieren, dass CBD und andere Hanfderivate eine überwältigende positive Wirkung auf eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen haben und eine echte Alternative zu bisherigen Arzneimitteln darstellen.“

Quelle

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